Xubuntu 16.04 auf HP ProLiant Microserver Gen10

5. September 2018 Keine Kommentare

Ich weiß nicht, woran es liegt, aber das dutzendfach auf anderer Hardware durchgeführte Szenario „ISO-File auf USB-Stick dd’en, mit USB-Stick booten, installieren, fertig“ mag beim HP ProLiant Microserver Gen10 und Xubuntu 16.04 einfach nicht gelingen. Im HP steckt nur eine SSD am Sata-Port 5, das BIOS habe ich nicht verändert. Die direkte Installation aus dem GRUB-Bootmenü des Installations-USB-Sticks hängt irgendwo bei der Netzwerkerkennung, die grafische Installation friert zwischendurch ein oder scheitert alternativ im Anschluss an die Partitionierung beim Kopieren der ersten Dateien.

Als Ausweg habe ich das Installation-ISO für Ubuntu Server 16.04 verwendet, die Installation problemlos über die Text-Oberfläche durchgeführt, das frisch installierte System gebootet, obligatorisch mittels „apt update && apt upgrade“ auf den neuesten Stand gebracht, mittels „shutdown -r now“ den jüngsten jüngstinstallierten Kernel gebootet und dann ein „apt install xubuntu-desktop“ durchgeführt, um den Rest von Xubuntu nachzuinstallieren.

Ferner habe ich light-locker und/oder gnome-screensaver in Verdacht, dass sie unter X zum Einfrieren der grafischen Oberfläche führen – per ssh kam ich noch auf das System und konnte manchmal etwas durch einen Neustart von lightdm retten). Nachdem ich die beiden deinstalliert habe (light-locker macht auf meinen Ubuntu-Notebooks auch immer nur Mist), habe ich kein Einfrieren mehr feststellen müssen.

Vor 20 Jahren: PC und Netz effektiv nutzen

15. September 2017 Keine Kommentare

PC und Netz effektiv nutzen Kinder, wie die Zeit vergeht! Vor 20 Jahren durfte ich als Gastautor ein Kapitel zu einem Buch beisteuern, das Martin Rost im BHV-Verlag herausgab. Martin war irgendwie auf UDO aufmerksam geworden und dachte sich, dass ein Kapitel über Markup-Languages eine Bereicherung für sein Buch sein könnte. Ich erinnere mich daran, dass wir sehr sehr lange telefoniert hatten und Martin mich schließlich überredet hatte, einen Text zur Verfügung zu stellen. Ich war nie wirklich glücklich mit dem Resultat, da es damals wie heute ein Unterschied ist, Software zu schreiben oder über Software zu schreiben. Nun ja, der Lektor hatte einiges zu tun, und schließlich war das Kapitel dann doch halbwegs druckreif. 😉

Bemerkenswert ist, dass die beschriebenen Formate (SGML, HTML, LaTeX, RTF) bis heute eine Rolle spielen, und sei es bei RTF z.B. als E-Mail-Format innerhalb Microsoft Outlook oder UDO als Debian-Paket. Ob UDO überhaupt noch jemand nutzt? Ich habe keinen blassen Schimmer.

Wer sich für das Buch interessiert, der findet es für wirklich kleines Geld gebraucht bei Amazon, das Inhaltsverzeichnis und Martins Vorwort findet man auf Martins Webseite:

Sony Xperia X Compact und Ubuntu 14.04

4. März 2017 2 Kommentare

Stand heute (04.03.2017) wird mein Sony Xperia X Compact („XC“) nicht als MTP-Gerät von Ubuntu 14.04.5 LTS erkannt, wenn ich es mit dem beigefügten USB-Kabel an mein Notebook anschließe. dmesg zeigt dies hier:

[294511.879537] usb 2-1.2: new high-speed USB device number 17 using ehci-pci
[294511.973305] usb 2-1.2: New USB device found, idVendor=0fce, idProduct=01e8
[294511.973313] usb 2-1.2: New USB device strings: Mfr=1, Product=2, SerialNumber=3
[294511.973318] usb 2-1.2: Product: F5321
[294511.973321] usb 2-1.2: Manufacturer: Sony
[294511.973324] usb 2-1.2: SerialNumber: QV702xxxxx

Beim Anstöpseln des XC und Wahl von „Dateien übertragen“ spuckt das Syslog dies hier aus:

Mar 4 09:49:56 localhost kernel: [295026.967823] usb 2-1.2: new high-speed USB device number 19 using ehci-pci
Mar 4 09:49:56 localhost kernel: [295027.061437] usb 2-1.2: New USB device found, idVendor=0fce, idProduct=01e8
Mar 4 09:49:56 localhost kernel: [295027.061445] usb 2-1.2: New USB device strings: Mfr=1, Product=2, SerialNumber=3
Mar 4 09:49:56 localhost kernel: [295027.061449] usb 2-1.2: Product: F5321
Mar 4 09:49:56 localhost kernel: [295027.061453] usb 2-1.2: Manufacturer: Sony
Mar 4 09:49:56 localhost kernel: [295027.061456] usb 2-1.2: SerialNumber: QV702FGJ0B
Mar 4 09:49:56 localhost mtp-probe: checking bus 2, device 19: "/sys/devices/pci0000:00/0000:00:1d.0/usb2/2-1/2-1.2"
Mar 4 09:49:56 localhost mtp-probe: bus: 2, device: 19 was not an MTP device

„Device was not an MTP device“. Vermutung: Linux führt irgendwo eine Liste, anhand derer entschieden wird, ob ein USB-Gerät ein MTP-Device ist oder nicht. Und richtig, diese befindet sich hier:

/lib/udev/rules.d/69-libmtp.rules

Folgendes ist zu erledigen:

  • Als root mit einem Editor die Datei öffnen:
    sudo vi /lib/udev/rules.d/69-libmtp.rules
  • Einen Eintrag kopieren und einfügen (ich habe die des „Z3 compact“ gewählt)
  • idProduct durch die des X Compact ersetzen (siehe syslog-Ausgabe: 01e8)
  • Datei speichern
  • Smartphone neu anstöpseln und „Datei übertragen“ wählen
  • Freuen!

Für die Copy-Paster unter Euch hier meine beiden Zeilen für die libmtp.rules:

# SONY Xperia X Compact MTP
ATTR{idVendor}=="0fce", ATTR{idProduct}=="01e8", SYMLINK+="libmtp-%k", MODE="660", GROUP="audio", ENV{ID_MTP_DEVICE}="1", ENV{ID_MEDIA_PLAYER}="1"

Update: Hat man auf dem X Compact in den Entwickleroptionen das USB-Debugging aktiviert, so meldet es sich mit der idProduct 51e8. Eine weitere Zeile ist dann den MTP-Rules hinzuzufügen.

Sharp EL-512

21. Februar 2017 Kommentare ausgeschaltet

In meinem Lieblingstaschenrechner musste ich zum zweiten Mal seit etwa 1982 die Batterien wechseln. Schlimm dieser hohe Stromverbrauch!

Foto: Dirk Hagedorn (CC BY-SA)

Link: Mehr zum Sharp EL-512 in meinem Gastbeitrag beim Techniktagebuch.

XFCE: Dropbox-Icon funktioniert nicht

7. Februar 2017 4 Kommentare

Problem: Das Dropbox-Icon in der Menüleiste von XFCE / Xubuntu 14.04 funktioniert nicht und zeigt nur einen durchgestrichenen roten Kreis:

Den folgenden Workaround habe ich unter https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/nautilus-dropbox/+bug/1546176 gefunden, der für mich funktioniert („Works for me!“):

Terminal öffnen, folgendes Kommando eingeben:
dropbox stop && dbus-launch dropbox start

Und schon sieht das Symbol wieder wie gewünscht aus:

Für einen dauerhaften Fix deaktiviere man innerhalb der Dropbox-Einstellungen den automatischen Start beim Systemstart und füge den Befehl „dbus-launch dropbox start“ in die automatisch gestarteten Anwendungen innerhalb der XFCE4-Sitzungsverwaltung ein.

Sobald man also durch manuelle Eingabe (siehe oben) das Dropbox-Symbol hervorgezaubert hat, mit der linken Maustaste auf das Symbol klicken und die Einstellungen, Haken entfernen und mit OK verlassen:

Danach in die Einstellungen / Sitzung und Startverhalten gehen, auf den Tab „Automatisch gestartete Anwendungen“ wechseln, auf „Hinzufügen“ klicken und den Befehl passend eintragen – ich habe ihn hier noch in ein Script gepackt und entsprechend das Script eingetragen:

Thunderbird und GMail: Fehler 78754

28. April 2016 17 Kommentare

Neulich stolperte ich nach dem Start von Thunderbird über folgendes Problem: Statt die E-Mail per IMAP von GMail abzuholen, poppte unten rechts folgende Fehlermeldung auf:

thunderbird-gmail-78754

Es war ein Rechner, den ich schon länger nicht mehr benutzt hatte, bei dem der Zugriff aber immer funktionierte. Komisch, was war denn nun los? Der Hinweis, sich im Browser anzumelden, ist natürlich wenig hilfreich: Kann man machen, bringt aber nichts.

Die Lösung ist so einfach. Man gehe in die Einstellungen und kontrolliere die Authentifizierungsmethode. Diese sollte auf OAuth2 stehen:

thunderbird-gmail-oauth2

Nachdem ich die Authentifizierungsmethode entsprechend geändert hatte, funktionierte der Zugriff auf den IMAP-Server wieder. Zunächst poppt ein kleines thunderbird-eigenes Browserfenster mit der GMail-Anmeldemaske auf, und danach ist dann alles gut.

Techniktagebuch: Meine Gastbeiträge

8. März 2016 Keine Kommentare

Kurztipp: upower -d

26. Februar 2016 Keine Kommentare

Um unter Linux Informationen über die Stromversorgung ermitteln zu können, kann man das Kommando „upower“ verwenden. Beispiel für die Ermittlung der Restlaufzeit des Akkus:

$ upower -d|grep -e "percentage" -e "time to empty"
time to empty: 38,5 minutes
percentage: 28%

Alternativ bedient man sich folgendermaßen:

$ cat /sys/class/power_supply/BAT0/uevent
POWER_SUPPLY_NAME=BAT0
POWER_SUPPLY_STATUS=Discharging
POWER_SUPPLY_PRESENT=1
POWER_SUPPLY_TECHNOLOGY=Li-ion
POWER_SUPPLY_CYCLE_COUNT=0
POWER_SUPPLY_VOLTAGE_MIN_DESIGN=11100000
POWER_SUPPLY_VOLTAGE_NOW=10762000
POWER_SUPPLY_CURRENT_NOW=1279000
POWER_SUPPLY_CHARGE_FULL_DESIGN=3900000
POWER_SUPPLY_CHARGE_FULL=3680000
POWER_SUPPLY_CHARGE_NOW=730000
POWER_SUPPLY_CAPACITY=19
POWER_SUPPLY_CAPACITY_LEVEL=Normal
POWER_SUPPLY_MODEL_NAME=42T4688
POWER_SUPPLY_MANUFACTURER=SANYO
POWER_SUPPLY_SERIAL_NUMBER=18148

KategorienLinux Tags: , ,

Microsoft hilft

23. Februar 2016 Keine Kommentare

Diese Twitter-Bots können ja manchmal ganz schön nerven. Oder für eine Menge Spaß sorgen, so wie heute. Ich frage mich, auf welches Signalwort der Bot – ich gehe mal einfach davon aus, dass es ein Bot ist – angesprungen ist: Praktikanten? Herrschaft? Fehler? Furchtbar?

Microsoft-Hilft

Oder ist der Bot so programmiert, dass er reagiert, dass er automatisch antwortet, wenn alle vier Begriffe in einem Tweet vorkommen? Das ließe jedenfalls tief blicken. 🙂

KategorienAllgemein Tags: , , ,

Nach 20 Jahren endlich Linux auf dem Desktop

20. Februar 2016 Keine Kommentare

Seit etwa drei Monaten arbeite ich auf meinem privaten Notebook mit Linux; ein Computerleben ohne Microsoft und Apple ist möglich. Alle paar Jahre gab ich Linux eine Chance, auch meinen Desktop erobern zu dürfen, genutzt hat es diese Chance schließlich Ende letzten Jahres.

Mehr…

KategorienAnekdoten, Linux Tags: