{"id":1469,"date":"2015-11-25T11:35:47","date_gmt":"2015-11-25T10:35:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dirk-hagedorn.de\/?p=1469"},"modified":"2016-02-23T15:49:21","modified_gmt":"2016-02-23T14:49:21","slug":"banana-pi-pro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dirk-hagedorn.de\/?p=1469","title":{"rendered":"Banana Pi Pro"},"content":{"rendered":"<p>Vor Wochen hatte ich mir einen <a href=\"https:\/\/www.reichelt.de\/Einplatinen-Computer\/BANANA-PI-PRO\/3\/index.html?&#038;ACTION=3&#038;LA=2&#038;ARTICLE=150224&#038;GROUPID=6666&#038;artnr=BANANA+PI+PRO\" target=\"_blank\">Banana Pi Pro<\/a> samt <a href=\"https:\/\/www.reichelt.de\/Sonstige-Gehaeuse\/BANANA-PI-GEH-TR\/3\/index.html?&#038;ACTION=3&#038;LA=2&#038;ARTICLE=148104&#038;GROUPID=6664&#038;artnr=BANANA+PI+GEH+TR\" target=\"_blank\">transparentem Geh\u00e4use<\/a> gekauft, um daraus irgendetwas Sinnvolles zu bauen, vielleicht einen kleinen 24\/7-Fileserver oder einen Terminal-Client oder oder oder. Die M\u00f6glichkeiten scheinen vielf\u00e4ltig zu sein.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Nachdem ich das Geh\u00e4use zusammengebastelt und den Pi prompt falsch herum hingeschraubt  &#8211; die Schlitze kommen nach unten und das dicke Loch nach oben &#8211; noch einmal richtig herum hineingeschraubt und mit Netzteil, Maus, Tastatur und Monitor verkabel hatte, fehlte nur noch die Vorbereitungen der SD-Karte.<\/p>\n<p>Da ich Debian oder Ubuntu bevorzuge, habe ich mir das aktuelle <a href=\"https:\/\/www.bananian.org\/download\" target=\"_blank\">Bananian 15.08<\/a> heruntergeladen und mit dem <a href=\"http:\/\/sourceforge.net\/projects\/win32diskimager\/\" target=\"_blank\">Win32DiskImager<\/a> auf die SD-Karte (<a href=\"http:\/\/www.reichelt.de\/SD-Karten-Micro-\/SDSDQB-016G-B35\/3\/index.html?&#038;ACTION=3&#038;LA=2&#038;ARTICLE=142895&#038;GROUPID=4802&#038;artnr=SDSDQB-016G-B35\" target=\"_blank\">SDHC Class 10, 16 GB<\/a>) geschrieben. Danach SD-Karte in den Pi gesteckt und gestartet:<\/p>\n<p>https:\/\/twitter.com\/hgdrn\/status\/669431790990458881<\/p>\n<p><strong>Tastatur-Layout<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem ersten Login (root\/pi) sollte man das initiale Setup-Script &#8222;bananian-config&#8220; laufen lassen. Achtung: Die Tastatur ist per Default auf &#8222;us&#8220; eingestellt, &#8222;y&#8220; und &#8222;z&#8220; damit vertauscht. Daran sollte man sich bei der ersten Frage, ob man das Tastaturlayout wechseln m\u00f6chte, erinnern und die richtige Taste dr\u00fccken:<\/p>\n<p>https:\/\/twitter.com\/hgdrn\/status\/669434024373415936<\/p>\n<p>Nach weiterer (optionaler) \u00c4nderung des Hostnamens, des root-Passworts und der Zeitzone einmal neu starten (&#8222;reboot&#8220; bzw. &#8222;shutdown -r now&#8220;). Bei mir hat der Wechsel des Tastatur-Layouts prompt nicht funktioniert, keine Ahnung warum nicht. Ich habe daraufhin erneut &#8222;dpkg-reconfigure keyboard-configuration&#8220; durchgef\u00fchrt, im Anschluss wegen einiger Fehlermeldungen ein &#8222;service keyboard-setup restart&#8220; und &#8222;service console-setup restart&#8220; ausgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Netzwerk-Adresse<\/strong><\/p>\n<p>Dem Pi habe ich danach eine feste IP-Adresse zugewiesen. Dazu in der &#8222;\/etc\/network\/interfaces&#8220; die Zeile &#8222;iface eth0 inet dhcp&#8220; auskommentieren, die folgenden Zeilen f\u00fcr die statische IP-Adresse durch entfernen des f\u00fchrenden &#8222;#&#8220; aktivieren: &#8222;address&#8220;, &#8222;netmask&#8220; und &#8222;gateway&#8220; passend einstellen, &#8222;ifdown eth0&#8220; und &#8222;ifup eth0&#8220; abfeuern, Netzwerkkabel dran, fertig. Der Pi lie\u00df sich nun anpingen, \u00fcber ssh konnte ich mich auf dem Pi einloggen.<\/p>\n<p><strong>Headless-Betrieb<\/strong><\/p>\n<p>Sobald der Remote-Zugriff klappte, habe ich den Pi wieder heruntergefahren, von Maus, Tastatur und Monitor befreit und &#8222;headless&#8220; neu gestartet. Nach ein paar Sekunden &#8211; ich habe sie nicht gestoppt, vielleicht waren es 30 &#8211; ist der Pi samt ssh-Server hochgefahren.<\/p>\n<p><strong>Pakete aktualisieren<\/strong><\/p>\n<p>Kann nie schaden: &#8222;apt-get install update&#8220;<\/p>\n<p><strong>X<\/strong><\/p>\n<p>Um herauszufinden, ob X auf dem Pi \u00fcberhaupt sinnvoll ist, muss man es nat\u00fcrlich installieren. Ein Paket namens &#8222;lubuntu-desktop&#8220; kennen die Debian-Repositories nicht, also probiere ich es erst einmal zu Fu\u00df mittels &#8222;apt-get install xorg lightdm lxde&#8220;, was etwa 95 MB herunterl\u00e4dt und installiert. <\/p>\n<p>Nachdem Kaffee gekocht, Kaffee getrunken und der Pi die Pakete heruntergeladen und installiert hat, aktiviere ich XDMCP, um mich remote per <a href=\"http:\/\/mobaxterm.mobatek.net\/\" target=\"_blank\">MobaXTerm<\/a> oder <a href=\"http:\/\/sourceforge.net\/projects\/vcxsrv\/\" target=\"_blank\">VcXsrv<\/a> von Windows-Rechnern bzw. per <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Xnest\" target=\"_blank\">Xnest<\/a> oder ganz rudiment\u00e4r per &#8222;X -query bananapi :1&#8220; von Linux-Rechnern anzumelden.<\/p>\n<p>Dazu bearbeite ich die &#8222;\/etc\/lightdm\/lightdm.conf&#8220; und ersetze unterhalb &#8222;[XDMCPServer]&#8220; das &#8222;enabled=false&#8220; durch ein &#8222;enabled=true&#8220;. \u00c4nderung speichern, &#8222;service lightdm restart&#8220; aufrufen.<\/p>\n<p>X als root zu verwenden, ist nie besonders schlau. Also lege ich mir mit &#8222;adduser dirk&#8220; (m)einen Benutzer an, bevor ich mich via XDMCP anmelde.<\/p>\n<p>Der XDMCP-Anmeldebildschirm ist nicht besonders h\u00fcbsch (graue Anmeldemaske auf schwarzem Hintergrund), aber er funktioniert. Auch die Anmeldung funktioniert, das LXDE-Panel mit Startmen\u00fc, Lastanzeige, Network-Applet und Uhrzeit erscheint und funktioniert. Die Warnmeldung &#8222;no session for pid 4711&#8220; ignoriere ich, keine Ahnung was die soll. Wie gesagt, alles nicht besonders h\u00fcbsch eingerichtet aber halt funktionsf\u00e4hig.<\/p>\n<p><strong>Benchmarks<\/strong><\/p>\n<p>Mal ein paar Benchmarks, um die Leistungsf\u00e4higkeit des Banana Pi Pro einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen. Ein &#8222;apt-get install hardinfo&#8220; und der Start auf dem X-Desktop bringt folgende Ergebnisse, zum Vergleich die Ergebnisse auf einem Samsung Netbook NP-145N und eines alten Fujitsu-Notebooks:<\/p>\n<table>\n<tr>\n<td>Model<\/td>\n<td>CPU<\/td>\n<td>CPU Blowfish<\/td>\n<td>CPU Cryptohash<\/td>\n<td>CPU Fibonacci<\/td>\n<td>CPU N-Queens<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Banana Pi Pro<\/td>\n<td>ARMv7 rev4<\/td>\n<td>56,69<\/td>\n<td>17,59<\/td>\n<td>15,45<\/td>\n<td>46,67<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Fujitsu AmiloPro<\/td>\n<td>Celeron M510 1,6 GHz<\/td>\n<td>21,14<\/td>\n<td>61,23<\/td>\n<td>5,45<\/td>\n<td>14,59<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Samsung N145plus<\/td>\n<td>Atom N445 1,6 GHz<\/td>\n<td>16,00<\/td>\n<td>62,35<\/td>\n<td>8,04<\/td>\n<td>16,78<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Erstaunlich ist, wie viel besser das Samsung Netbook abschneidet. Eine Rakete ist der Banana Pi Pro wahrlich nicht, wenn man bedenkt, dass der CPU-Blowfish-Wert eine Sekundenangabe ist. Wie relevant diese Zahlen bez\u00fcglich des Fileserver-Einsatzes sind, kann man dann sagen, wenn ich \u00fcber SATA eine Festplatte angeschlossen habe. So z\u00e4h, wie diese Benchmarks vermuten lassen, f\u00fchlt sich der Pi mitnichten an.<\/p>\n<p><strong>Synaptic<\/strong><\/p>\n<p>Synaptic als grafisches Frontend zur (De)Installation von Programmpaketen habe ich seit Jahren sch\u00e4tzen gelernt und ich h\u00e4tte es auf dem Pi nat\u00fcrlich auch. Ein &#8222;apt-get install synaptic&#8220; reicht allerdings nicht, denn ohne &#8222;pkexec&#8220; l\u00e4sst sich Synaptic nicht starten. Workaround: &#8222;apt-get install gksu&#8220; und &#8222;ln -s \/usr\/bin\/gksu \/usr\/bin\/pkexec&#8220;.<\/p>\n<p><strong>16.01.2015: Blinkende LED abschalten<\/strong><\/p>\n<p>Wenn der Banana Pi Pro hochgefahren ist, blinkt eine gr\u00fcne LED. Da mein Pi in einem transparenten Geh\u00e4use steckt, blinkt nachts das ganze Zimmer, in dem sich der Pi befindet. Der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Woman_acceptance_factor\" target=\"_blank\">Wife Acceptance Factor<\/a> ist demenstsprechend niedrig.<\/p>\n<p>Um das Blinken abzustellen, setze man folgendes Kommando ab oder packt es &#8211; so wie ich es vorgezogen habe &#8211; in ein bash-Script:<\/p>\n<p><code>#!\/bin\/bash<\/p>\n<p>echo none > \"\/sys\/class\/leds\/green:ph24:led1\/trigger\"<br \/>\n<\/code><\/p>\n<p><strong>Wie macht er sich denn so<\/strong><\/p>\n<p>Der Pi l\u00e4uft nun seit etwa Weihnachten stabil durch und idlet gr\u00f6\u00dftenteils als Samba-Server herum. Dran steckt eine externe 2TB-Platte, die ich bisher \u00fcber USB angeschlossen habe. Ein <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/dp\/B00K6MVFUQ\" target=\"_blank\">passendes SATA-Kabel<\/a> muss ich mir noch besorgen. Der Pi reagiert (trotz USB) deutlich flotter als ein \u00e4lteres ZyXEL NAS vom Typ &#8222;<a href=\"http:\/\/www.zyxel.com\/de\/de\/news\/press_room_20111123_063930.shtml\" target=\"_blank\">NSA 310<\/a>&#8222;, das ich seitdem nicht mehr im Netz habe und welches auf einen neuen Einsatzweck wartet oder demn\u00e4chst bei eBay Kleinanzeigen angeboten wird (mal sehen).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor Wochen hatte ich mir einen Banana Pi Pro samt transparentem Geh\u00e4use gekauft, um daraus irgendetwas Sinnvolles zu bauen, vielleicht einen kleinen 24\/7-Fileserver oder einen Terminal-Client oder oder oder. 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