{"id":789,"date":"2012-06-08T13:40:57","date_gmt":"2012-06-08T11:40:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dirk-hagedorn.de\/?page_id=789"},"modified":"2020-09-03T18:08:45","modified_gmt":"2020-09-03T16:08:45","slug":"mailversand-mit-ubuntu","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.dirk-hagedorn.de\/?page_id=789","title":{"rendered":"Mailversand mit Postfix"},"content":{"rendered":"<p><strong>Update:<\/strong> Ein j\u00fcngeres Tutorial samt postfix und dovecat befindet sich hier: <a href=\"\/?page_id=1390\">Mailserver mit Ubuntu&#8230;<\/a><\/p>\n<h2>Situation<\/h2>\n<p>Im lokalen Netzwerk l\u00e4uft ein Rechner mit Ubuntu 12.04 LTS, der \u00fcber einen DSL-Router ans Internet angeschlossen ist. Bei 1&amp;1 ist eine Dom\u00e4ne registriert.<\/p>\n<p>In den Beispielen verwende ich als Domain &#8222;example.com&#8220;. Wer die Schritte nachvollziehen m\u00f6chte, baue dort bitte seine eigene Domain ein.<\/p>\n<p>(Update: Bei Strato funktioniert es identisch, einfach smtp.strato.de und nat\u00fcrlich ein bei Strato registrierte Domain verwenden. Update: Ganz so einfach ist nicht mehr, eine ausf\u00fchrlichere Erg\u00e4nzung findet man am Ende des Beitrags.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Aufgabe<\/h2>\n<p>Benutzer der Ubuntu-Kiste sollen per &#8222;mailx&#8220; E-Mails in die weite Welt versenden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Ben\u00f6tigte Pakete<\/h2>\n<ul>\n<li>postfix<\/li>\n<li>mailutils<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Umsetzung<\/h2>\n<ul>\n<li>Zum Testen lege ich erst einmal zwei E-Mail-Adressen \u00fcber das Web-Interface von 1und1 an: michael.mustermann@example.com und michaela.musterfrau@example.com<\/li>\n<li>Als Ubuntu-Benutzer werden &#8222;mann&#8220; und &#8222;frau&#8220; angelegt.<\/li>\n<li>Bei der Installation von Postfix ausw\u00e4hlen: &#8222;Internet mit Smarthost&#8220;<\/li>\n<li><strong>sudo vi \/etc\/postfix\/main.cf<\/strong><\/li>\n<li>Den relayhost auf smtp.1und1.de konfigurieren:\n<pre>relayhost = smtp.1und1.de<\/pre>\n<\/li>\n<li>Die folgenden drei Zeilen in die main.cf einf\u00fcgen bzw. entsprechend vorhandene Zeilen anpassen:\n<pre>smtp_sasl_auth_enable = yes\r\nsmtp_sasl_password_maps =  hash:\/etc\/postfix\/sasl_passwd\r\nsmtp_sasl_security_options = noanonymous<\/pre>\n<\/li>\n<li><strong>sudo vi \/etc\/postfix\/sasl_passwd<\/strong><\/li>\n<li>In diese Datei kommen die geheimen Zugangsdaten f\u00fcr den Mailversand. Wenn ein E-Mailkonto &#8222;chefvonsganze@example.com&#8220; mit dem E-Mail-Passwort &#8222;ganzgeheim&#8220; vorhanden ist, lautet diese Zeile folgenderma\u00dfen:\n<pre>smtp.1und1.de chefvonsganze@example.com:ganzgeheim<\/pre>\n<\/li>\n<li>Da die Datei das Mail-Passwort im Klartext enth\u00e4lt, sollte man sie mit einem mit &#8222;sudo chmod 600 \/etc\/postfix\/sasl_passwd&#8220; nur f\u00fcr root lesbar machen.<\/li>\n<li><strong>sudo vi \/etc\/mailname<\/strong><\/li>\n<li>Hier steht der Name der Domain drin, der beim Mailversand an den Benutzernamen angeh\u00e4ngt wird. Es sollte sich um eine g\u00fcltige (dns-registrierte) Domain handeln, ansonsten wird der SMTP-Server die E-Mail ablehnen. Wenn der Rechner &#8222;ubuntu&#8220; hei\u00dft und man als Domain &#8222;example.com&#8220; verwendet, dann aber hier warum auch immer &#8222;ubuntu.example.com&#8220; drinsteht (bei mir war das so), dann auf &#8222;example.com&#8220; korrigieren.<\/li>\n<li>Nun noch Abschlussarbeiten, Konfiguration wandeln und Postfix neu starten:\n<pre>sudo postmap \/etc\/postfix\/sasl_passwd\r\nsudo \/etc\/init.d\/postfix restart<\/pre>\n<\/li>\n<li>Der E-Mailversand sollte nun funktionieren. Zum Testen mache man am besten zwei Shells auf, verfolgt mittels &#8222;tail -f <strong>\/var\/log\/mail.log<\/strong>&#8220; die Ausgaben von Postfix, und in der anderen Shell verschickt man Testmails:\n<pre>echo \"Dies ist eine Testmail\" | mailx -s \"Test\" michaela.musterfrau@example.com<\/pre>\n<\/li>\n<li>Bisher haben wir noch keine Aliase konfiguriert. Das hei\u00dft wenn der Ubuntu-Benutzer &#8222;mann&#8220; nun mittels mailx eine E-Mail abfeuert, dann kommt sie bei michaela.musterfrau@example.com mit der Absender-Adresse &#8222;mann@example.com&#8220; an. Das ist nat\u00fcrlich nicht so toll, denn die E-Mail-Adresse existiert gar nicht, und hinter dem Ubuntu-Benutzer &#8222;mann&#8220; verbirgt sich ja &#8222;michael.mustermann@example.com&#8220;.<\/li>\n<li><strong>sudo vi \/etc\/postfix\/main.cf<\/strong><\/li>\n<li>Den Dateinamen festlegen, in der die Absender-Adressen hinterlegt sind:\n<pre>sender_canonical_maps = hash:\/etc\/postfix\/sender_canonical<\/pre>\n<\/li>\n<li><strong>sudo vi \/etc\/postfix\/sender_canonical<\/strong><\/li>\n<li>Hier stehen nun zeilenweise Benutzername und E-Mail-Adresse drin:\n<pre>mann michael.mustermann@example.com\r\nfrau michaela.musterfrau@example.com<\/pre>\n<\/li>\n<li>Erneut noch die Abschlussarbeiten, Konfiguration wandeln und Postfix neu starten:\n<pre>sudo postmap \/etc\/postfix\/sender_canonical\r\nsudo \/etc\/init.d\/postfix restart<\/pre>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h2>\u00a0\u00dcbrigens<\/h2>\n<ul>\n<li>Mit dieser Konfiguration werden dann alle E-Mails \u00fcber den SMTP-Host geroutet, also z.B. auch die Mails, die sonst an root gesendet werden (Ausgaben von Cronjobs etc.). Das m\u00f6chte man vielleicht nicht unbedingt&#8230;<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Links<\/h2>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/Postfix\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/wiki.ubuntuusers.de\/Postfix<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/hilfe-center.1und1.de\/e-mail-c82645\/weitere-e-mail-clients-c82707\/postfix-linux-a783433.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/hilfe-center.1und1.de\/e-mail-c82645\/weitere-e-mail-clients-c82707\/postfix-linux-a783433.html<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Disclaimer<\/h2>\n<p>Bei mir l\u00e4uft&#8217;s. Bei wem es nicht l\u00e4uft oder wer sich etwas zerschie\u00dft: selber schuld. \ud83d\ude09<\/p>\n<h2>Update (Strato):<\/h2>\n<p>Strato erlaubt neuerdings bei neuen E-Mail-Konten nur noch den Zugriff \u00fcber SSL\/TSL. Wer Postfix dann nicht passend konfiguriert, erh\u00e4lt in der \/var\/log\/mail.log folgende Fehlermeldung: &#8222;Authentifizierung nicht moeglich, bitte benutzen Sie eine Verbindung mit SSL\/TLS Verschluesselung (siehe auch <a href=\"http:\/\/strato-faq.de\/artikel.html?id=171\">http:\/\/strato-faq.de\/artikel.html?id=171<\/a>&#8222;)<\/p>\n<p>Folgendes ist zu tun:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Port des Relay-Hosts ist in der \/etc\/postfix\/main.cf auf 587 zu setzen:<br \/>\n<\/p>\n<pre>relayhost = smtp.strato.de:587<\/pre>\n<\/li>\n<li>Postfix mitteilen, dass TLS verwendet werden soll, ebenfalls in die \/etc\/postfix\/main.cf kopieren:\n<pre>\r\nsmtp_use_tls = yes\r\nsmtp_enforce_tls = yes\r\n<\/pre>\n<\/li>\n<li>Postfix etwas die Strenge beim Verweigern von SSL-Zertifikaten nehmen:<br \/>\n<\/p>\n<pre>\r\nsmtp_tls_security_level = may\r\n<\/pre>\n<p>Ohne diese Zeile hat mein Postfix (mittlerweile unter Ubuntu 14.04.1) das Strato-Zertifikat abgelehnt und E-Mails nicht an den SMTP-Server ausgeliefert. Sicherlich gibt es einen anderen Weg, das Strato-Zertifikat zu importieren und zu beglaubigen, ich wei\u00df nur noch nicht wie.\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wer zudem weiterhin Probleme mit der IPv6-Connectivity hat, erzwinge den Zugriff \u00fcber IPv4 mit folgender Zeile in der \/etc\/postfix\/main.cf:<\/p>\n<pre>\r\ninet_protocols = ipv4\r\n<\/pre>\n<p>Nach den \u00c4nderungen Postfix neu starten, eine E-Mail verschicken und die Ausgaben im Logfile beobachten:<\/p>\n<pre>\r\nsudo service postfix restart\r\necho \"Testmail\" | mailx -s \"Testmail\" erika.mustermann@example.com\r\nsudo tail -f \/var\/log\/mail.log\r\n<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Update: Ein j\u00fcngeres Tutorial samt postfix und dovecat befindet sich hier: Mailserver mit Ubuntu&#8230; Situation Im lokalen Netzwerk l\u00e4uft ein Rechner mit Ubuntu 12.04 LTS, der \u00fcber einen DSL-Router ans Internet angeschlossen ist. Bei 1&amp;1 ist eine Dom\u00e4ne registriert. In den Beispielen verwende ich als Domain &#8222;example.com&#8220;. 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