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Artikel Tagged ‘Urheberrecht’

Links – 11.05.2012

11. Mai 2012 Kommentare ausgeschaltet

oder: Urheberrechtsdebatte die zweiundvierzigste

 

Aktion

zeit.de: Wir sind die Urheber

Ein merkwürdiger Aufruf. Die Zeit beginnt in der Überschrift mit “Hier lesen Sie ihre Forderungen.” Komisch: Ich habe keine Forderung finden können. Oder sollte die gesamte Forderung sich in diesem kleinen, brisanzarmen Satz wiederfinden?

Es gilt, den Schutz des Urheberrechts zu stärken und den heutigen Bedingungen des schnellen und massenhaften Zugangs zu den Produkten geistiger Arbeit anzupassen.

Hmmm. Und? Wie soll denn diese “Stärkung des Schutzes” aussehen. Ein wenig konkreter hätte es schon sein können.

Die Verfasser der folgenden Artikel haben alle viel mehr als ich herauslesen können. Aber lest selbst.

 

Reaktionen

ueberschaubarerelevanz.wordpress.com: Wir auch.

Das Dokument von “Wir sind die Urheber” ist keine solche Chance. Es ist nicht einmal ein nützlicher oder auch nur ein sinnvoller Beitrag zur Diskussion. Es ist gar nichts. Es enthält nichts Neues, es enthält keine Information, es enthält keine Argumente, es enthält nicht mal einen ernstzunehmenden Appell an meine Sympathie für Künstler.

 

internet-law.de: Thomas Stadler: Wir sind die Bürger

Erstaunlich ist ferner, dass der Aufruf vorwiegend von Schriftstellern und Autoren unterzeichnet worden ist und damit von einer Gruppe, die von Urheberrechtsverletzungen im Internet im Vergleich zu Musikern eher wenig betroffen ist.

 

lawblog.de: Udo Vetter: Ihr seid nicht systemrelevant

Eines ist allerdings klar: Selbst Qualitätsblätter wie die Super Illu hätten den Abdruck abgelehnt und das Honorar verweigert, wenn einer der Mitwirkenden das platte Machwerk eingereicht hätte, mit dem sich die Schreiber nun kollektiv an die Öffentlichkeit wenden.

 

wir-sind-die-buerger.de/

Wir möchten ein Urheberrecht und reichen deshalb allen Kreativen und ihren Geschäftspartnern die Hand. Lassen Sie uns gemeinsam nach Lösungen suchen, die das Recht der Urheber, über das eigene Werk zu verfügen genauso respektieren wie das Recht aller Menschen, frei von Repression und Überwachung zu leben.

Wer das unterstützen möchte, kann sich auf der Webseite eintragen. Wie kaum anders zu erwarten, gibt es bereits mehr Bürger als Urheber.

 

mspr0.de: Michael Seemann: Nachtrag zur Urheberrechtsdebatte

Mich nervt ja schon seit langem, wie diese Diskussion um das Urheberrecht geführt wird. Und ich muss sagen, sie geht mir eher von Seiten der Netzgemeinde auf den Sack, als von den Urhebern und Verwertern.

Lesenswert!

 

faz.net: Constanze Kurz: Die neuen Hilfssheriffs des Internets

Deutsche Künstler und Intellektuelle wehren sich gegen die Aufweichung des Urheberrechts. Von der anderen Seite betrachtet allerdings, zeigt sich, wie leicht der User kriminalisiert werden kann.

 

t3n.de: Daniel Hinderink: Die künstliche Aufregung ums Urheberrecht

Dazu haben sich jetzt sagenhaft viele Künstler … schön in Reih’ und Glied aufgestellt, um noch mal kategorisch “Nein” zu sagen. Das ist, wie Augustinus sagt, in einer Weise richtig, weil es in einer Weise falsch ist. Leider in einer weltfremden und dadurch peinlichen Weise, wie ich finde.

 

spiegel.de: Christian Stöcker: Die fünf größten Irrtümer im Urheberrechtsstreit

Steht die Abschaffung des Urheberrechts unmittelbar bevor? Müssen Künstler des Internets wegen bald von Almosen leben? Die Urheberrechtsdebatte, die von einem Aufruf Hunderter teils sehr prominenter Künstler nun erneut angefacht wird, hat zuweilen hysterische Züge. Ein Vermittlungsversuch.

Sehr, sehr lesenswert!

 

heise.de/tp: Thomas Pany: “Wir sind die Ahnungslosen”?

Noch weniger kann man sich etwas darunter vorstellen, wie die von den Künstlern gewünschte “Anpassung des Urheberrechts an die heutigen Bedingungen” aussehen soll. Vielleicht wissen sie es selbst nicht so genau.

 

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Links – 25.04.2012

25. April 2012 Kommentare ausgeschaltet

 

taz.de: Pascal Beucker: Medien klauen Facebook-Bild – Als “Klickhure” missbraucht

Aber führt die Wirtschaftszeitung nicht gerade eine Kampagne, die vorgibt, die Rechte der Urheber gegen die Piratenpartei zu verteidigen? Und dann benutzt das Handelsblatt für seine Online-Bilderstrecke einen satirischen Plakatentwurf von mir, mit einem Foto, das ich geschossen habe – und zwar ohne jegliche Quellenangabe, ohne mich vorher gefragt zu haben, ohne mich als Urheber namentlich zu nennen und selbstverständlich ohne mir ein Honorar angeboten zu haben?

Soviel zum Thema “Leistungsschutzrecht” und “Urheberrecht”. Insbesondere für das Handelsblatt sollte dieser Vorgang mehr als peinlich sein. Dass BILD auch mal eben so zugegriffen hat, ist nicht sonderlich bemerkenswert.

 

golem.de: Yps kehrt für seine alten Leser zurück

Der Verlag Egmont Ehapa bringt das im Jahr 2000 eingestellte Heft Yps am 11. Oktober 2012 erneut auf den Markt. Aus dem Comic-Heft mit Gimmicks von damals wird ein Heft mit Gimmicks für Erwachsene.

Na, da bin ich ja mal gespannt, ob es in Heft 1 zur Abwechslung mal Urzeitkrebse gibt. ;-)

 

fernsehkritik.tv: Scheiße, RTL!

Da war doch auf der Ticketseite von RTL tatsächlich schon eine Ankündigung online für die große Tournee von DSDS-Gewinner Daniele, der in einem emotionalen und packenden Finale gewonnen habe. Das Problem ist nur: Die Entscheidungsshow von “Deutschland sucht den Superstar” findet erst am kommenden Samstag statt.

Wir schauen uns den Mist schon lange nicht mehr an. Mit “den Mist” meine ich dabei natürlich nicht die größtenteils gelungenen Sendungen vom Holger Kreymeier. Jetzt bin ich mal gespannt, wie RTL aus der Nummer wieder rauskommt. Ich schätze, die beauftragte Webagentur bereitet für alle Finalisten bereits Seiten vor, wirft die Verliererseiten in die Tonne und schaltet die Gewinnerseite(n) im passenden Moment sichtbar. Und der passende Moment war leider noch nicht.

 

thereifixedit.failblog.org: My Great Grandfather’s Segway

Na, ich würde mal eher sagen: Segway 0.1 alpha

 

squirrel-monkey.com: If youtube had been invented in the ’90s.

Ich könnte mich bei den Videos des Squirrel Monkeys ja kringeln. Erinnert sich noch jemand an FLV-”Videos”? Wenn ja: ansehen! (YouTube-Direktlink)

 

Links – 17.04.2012

17. April 2012 Keine Kommentare

 

faz.net: Malte Welding: Wir müssen über Geld reden

Wir führen eine Scheindebatte, wenn wir über das Urheberrecht reden. Wir müssen über Geld reden. Über ein tiefes Missverständnis darüber, was eine Marktwirtschaft ausmacht. Eine Marktwirtschaft floriert nämlich nicht dann, wenn rohe Kräfte sinnlos walten, sondern dann, wenn die Teilnehmer leben können.

Lesenswert.

 

derwesten.de: Hagener nahm 48 Kilogramm ab – per Mathematik-Diät

Heraus kommt ein Kalorienbetrag, den er pro Tag verzehren darf. Schlägt er an einem Tag über die Stränge, muss am Folgetag extra gespart werden: “Handfeste Mathematik”.

Qualitäts-Journalismus, wie wir ihn lieben! Wenn jemand in etwa seinen täglichen Energiebedarf kennt, und wenn dieser jemand dann ausrechnet, wie viele Kalorien er über den Tag so zu sich nimmt und natürlich versucht, unter seinem Energiebedarf zu bleiben, ja dann handelt es sich um eine Diät. Achso, einen Moment mal, es wird ja gerechnet: dann handelt es sich um eine Mathematik-Diät!!1! Ähm, ja…

 

wired.com: Daniel Donahoo: 20,000 Lego Bricks Play the Star Wars Theme

A 20,ooo piece build of a barrel organ that depicts different scenes from the Star Wars movies, which when turned plays the Star Wars theme.

Eine Drehorgel aus Legosteinen, auf der man dann den Imperial March hören kann, nette Idee. (YouTube Direktlink)

 

heise.de/tp: Norbert Rost: Peak Oil: Großbritanniens Ölförderung in 2011 um fast ein Sechstel gesunken

Großbritannien hat sein Ölfördermaximum 1999 überschritten. Seitdem sinken die Fördermengen. Angesichts der Benzinpreisdebatte lohnt ein Blick auf das schwindende Nordseeöl.

Hmm, es wird langsam Zeit.

 

presseportal.de: POL-HSK: Stefan Trelle: Vier Fahrverbote bei Geschwindkeitskontrolle in Amecke

Spitzenreiter war ein 25-Jähriger aus Balve, der mit 102 km/h gemessen wurde.

Vier Raser weniger auf sauerländischen Straßen. Gut so.

 

ruthe.de: Der Weltuntergang – live vom Mars (Video)

(via Astrodicticum Simplex)

 

Links – 13.04.2012

13. April 2012 Keine Kommentare

bildblog.de: Alle gegen BILD

Im Juni wird “Bild” 60. Die Axel Springer AG will das feiern, indem sie am 23. Juni eine einmalige Sonderausgabe veröffentlicht, die kostenlos an alle Haushalte verteilt werden soll.

Wer die – so wie ich – nicht will, sollte sich den Beitrag mal komplett durchlesen.

saschalobo.com: Sascha Lobo: Deutschland, Hotelwelten, Irrwitz im Detail

Die Bügel haben diese Antidiebstahlvorrichtung, sie lassen sich nur in die speziellen Bügelhalter an der Stange einhängen, statt eines normalen Hakens ist da ein Pinöppel. Der Hotelbügel ohne Haken ist der passiv-aggressivste Gegenstand des Planeten. Wer klaut bitteschön Bügel?

Kicher! Ich werde ja übermorgen auch wieder im Hotel übernachten, werde mal Sterne zählen und vergleichen. Und sicherlich werde ich mich genauso über diese dämlichen Kleiderbügel ärgern.

indiskretionehrensache.de: Thomas Knüwer: Das “Handelsblatt” auf dem Weg zur Klowand

Heute nun erscheint ein gemeinsamer Text von Stock und Prange und er ist von so unfassbarer Demagogie geprägt, dass es nötig ist ein paar Worte darüber zu verlieren. Denn wie hier das Vorgehen des “Handelsblatts” als Vorgehen der Menschen und Leser im Netz behauptet wird, das ist von einer Dreistigkeit, die ihresgleichen sucht.

Lese- und Video-Anschau-Empfehlung. Thomas Knüwer zerlegt die jüngsten Veröffentlichungen des Handelsblatts.

dradio.de: Dirk Lorenzen: Wann ist Ostern?

Diese Formeln sind keine mathematische Hexerei, sondern einfach eine Rechenvorschrift, in der sowohl unserer Kalender mit den Wochentagen als auch der Mondlauf mit den verschiedenen Phasen steckt.

Bitte einmal auswendig lernen. Wäre auch mal etwas für eine App, man weiß ja doch nie, was man anstelle eines “Hello, World!” programmieren soll…

Links – 07.04.2012

7. April 2012 Keine Kommentare

heise.de/tp: Markus Kompa: Handelsblatt provoziert mit Satire “Mein Kopf gehört mir”

Verspäteter Aprilscherz wurde für Kampagne der Content-Industrie gehalten

Man kann die ganze Handelsblatt-Aktion auch ins Lächerliche ziehen. Oftmals ist es ja auch einfach nur zum Lachen, sonst könnte man das alles ja auch nicht mehr aushalten.

oekonomenstimme.org: Volker Grossmann, Guy Kirsch: Copyright als Raubrittertum

Ist das Copyright von Musiktiteln wirtschafts-, gesellschafts- und kulturpolitisch sinnvoll oder ist es ein Instrument im Dienste von Partikularinteressen, die wohl durch Macht abgesichert, durch Leistung aber nicht unbedingt legitimiert sind?

Ein äußerst lesenswerter Artikel, wenngleich ich hier und da mal Belege für die geäußerten Behauptungen erhalten hätte, obwohl sich alles sehr schlüssig liest. Vielleicht habe ich aber auch momentan eine gefärbte Brille auf und sehe manche Dinge nur so, wie ich sie auch sehen möchte.

blog-cj.de: Christian Jakubetz: Mein Kropf gehört mir

Ich ärgere mich nur maßlos, wenn in dieser Urheberrechts-Debatte so getan wird, als sorgten sich die Verwerter um uns Urheber. Das tun sie nicht, sie sorgen sich, womöglich zurecht (siehe oben) um ihr bisheriges und durchaus einträgliches Geschäftsmodell. Sieht man davon ab, wie unfassbar viele sachliche Fehler in der “Mein-Kopf-gehört-mir”-Kampagne stecken, wäre es schön, wenn wenigstens um das debattiert würde, um was es in Wirklichkeit geht.

Aus der Sicht eines Autors, sprich eines Kreativen, der dennoch auf der “anderen Seite der Macht” steht. Lesenswert.

scienceblogs.de: Jürgen Schönstein: Geistiges, Eigentümliches … und Walderdbeeren

Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem rückenschmerzenden Beerenklau und der “Selbstbedienung” auf den Feldern des Nutzungsrechts: Es ist, im Vergleich zum Erdbeerpflücken, extrem leicht, sich an den schöpferischen Leistungen anderer zu bedienen und die dann auch noch weiter zu geben.

Noch einmal aus der Sicht eines Autors, obwohl Herr Schönstein zu einem anderen Fazit gelangt. Er vergleicht Content mit Kultur- und Wild-Erdbeeren, also mit Angebautem und Wildwuchs, mit Wertbehaftetem und Wertfreiem.

plus.google.com: Andreas Eschbach: Der geschlossene Kreis (Kurzgeschichte)

Andreas Eschbach blickt mit seiner bei Google+ veröffentlichten Kurzgeschichte in die urheberrechtsbeschränkte Zukunft und die Auswirkungen, die die Beschränkungen mit sich brachten. Zum Glück Fiktion und – meines Erachtens – auch sehr unwahrscheinlich. P.S.: Mir fällt ein, ich habe noch “Ausgebrannt” ungelesen im Regal stehen, muss ich mal langsam dran…

wortfeld.de: Alexander Svensson: Ein offener Brief

Hihi :-) Ein Offener-Brief-Generator, großartiger, feinsinniger Scherz.

bbc.co.uk: Cambridge win dramatic Boat Race after restart

Da zappt man nichtsahnend mal auf die hinteren Programmplätze und sieht bei BBC World das traditionelle Ruderbootrennen, bei dem auf einmal ein Bekloppter zwischen die Boote schwimmt und fast “geköppft” wird. Dann muss das Rennen neu gestartet werden, und schon geht’s daher wie beim legendären Wagenrennen in Ben Hur – die Boote respektive die Ruder kommen sich ins Gehege und brechen. Im Ziel kollabiert dann noch einer der geschlagnen Ruderer und liegt ohnmächtig im Boot, muss von Notärzten behandelt werden – Zustand stabil, wie man lesen kann. Puh, welche Dramatik. Vielleicht sollte ich die BBC doch mal weiter nach vorne legen, z.B. auf den Platz von RTL+

armadamusic.com: Armin van Buuren: A State of Trance Official Podcast Episode 214 (m4a)

Gleich mal reinhören. Ab und zu sind ja mal ganz nette Utz-Utz-Tracks zu hören.

Links – 06.04.2012

6. April 2012 Keine Kommentare

Heute erneut mit vielen Links zur Urheberrechtsdebatte. Das nimmt ja mittlerweile sehr skurrile Formen an, da die Fronten sehr verhärtet erscheinen sind und der eine den anderen nicht versteht bzw. überhaupt verstehen will. Die einen haben’s nicht kapiert oder schreiben dummes Zeugs oder verdrehen absichtlich die Wahrheit, während die anderen reagieren. Irgendwie haben alle recht und alle unrecht. Jetzt hat das Handelsblatt provoziert und die Blogosphäre reagiert. Spiegel, Zeit, Süddeutsche, Welt etc. halten sich derzeit noch mit eigenen Meinungen zurück und berichten nur als neutrale Beobachter.

Aktion

handelsblatt.com: Diverse: Über 160 Statements zum Urheberrecht

Mehr als 160 Vertreter aus Kunst, Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik haben sich für die Aktion “Mein Kopf gehört mir” zu Wort gemeldet.

IMHO: Masse statt Klasse.

Re-Aktion

stefan-niggemeier.de: Stefan Niggemeier: Euren Kopf habt ihr längst verloren

Ich fürchte, die Auseinandersetzung mit all dem übersteigt selbst meinen Masochismus.

dirkvongehlen.de: Dirk von Gehlen: Vom Wissen der Wichser: zwei Thesen zur Urheberrechtsdebatte

Womit wir beim Thema wären: Wie lautet die Forderung der Piraten denn tatsächlich? Das kann man zum Beispiel in diesem PDF nachlesen – und nach der Lektüre bleibt die Frage: Warum hat das keiner der Kreativen, die sich um ihren Kopf sorgen, getan?

netzpolitik.org: Markus Beckedahl: “Mein Kopf gehört mir!”: Kampagnen”journalismus” vom Feinsten

…fällt eines auf: die meisten der Zitierten haben offensichtlich weder eine Ahnung vom Programm der Piratenpartei noch allzu viel gemein. Es geht nämlich den meisten zitierten Kreativen – nicht zitierten Geschäftsführern – nicht primär um das Urheberpersönlichkeitsrecht, sondern banal um die Brötchen.

scilogs.de: Anatol Stefanowitsch: Offener Brief an die Contentindustrie

Ihr habt in den letzten Wochen soviel Unfug von euch gegeben, dass es hundert offener Briefe bedürfte, um auch nur das Fundament für eine angemessene Antwort zu legen.

neunetz.com: Marcel Weiss: Unter den 100 Handelsblatt-”Kreativen” sind 47 Manager, nur 26 Kreativschaffende

Der Handelsblatt-Aufmacher sollte nicht zum nachdenken anregen, sondern zur Konterrevolution.

indiskretionehrensache.de: Thomas Knüwer: Das Handelsblatt schwurbelt durch die unreale Welt

Die bösen Piraten. Auf deren Wahlplakaten steht übrigens: “Vertrau keinem Plakat – informier Dich!” Das gleiche sei Lesern des “Handelsblatts” angeraten.

winfuture.de: Christian Kahle: Senf dazu: Die Angst vor den köpfenden Piraten

Die “Enteignung” der Urheber findet bei weitem nicht einzig in Tauschbörsen statt. In vielen Bereichen der Medienindustrie sind Total-Buyout-Verträge an der Tagesordnung. So erhalten Journalisten beispielsweise ein Honorar für einen Artikel, der in der Zeitung abgedruckt wird. Die Rechte für eine Zweitverwertung beispielsweise auf den Online-Portalen der Verlage müssen sie anschließend ebenfalls abtreten – natürlich ohne eine zusätzliche Entlohnung. Ähnliche Fälle gibt es ebenso in der Musikbranche, bei Autoren und beim Film.

piratenpad.de: 101 Piraten

Die Piraten wurden angegriffen und gehen schreibend zum “Gegenschlag” über. Bei Twitter über das Hashtag #101piraten zu verfolgen.

Links – 03.04.2012

3. April 2012 Keine Kommentare

Heute mal wieder ein wenig urheberrechtslastig, aber dieses Thema bestimmt in den letzten Tagen die sozialen Netze. Oder aber ich schaue da immer besonders genau hin, interessiert mich halt.

d-trick.de: Dietrich Brüggemann: Mein Plattenladen heißt Herunterladen

Ein lesenswerter, unaufgeregter Blogpost zu dem Thema.
Selbstnotiz: Muss mir mal diese Guillemots anhören…

spiegel.de: Sascha Lobo: Wenn Ameisen Grillen grillen

Er scheint ein wenig resigniert, ob des 3000 Jahre alten Problems. Liest sich jedenfall so.

malte-welding.com: Malte Welding: Kurze Frage eines Urhebers: Wo ist mein Schotter?

Ich stelle darüber hinaus die Nebenthese auf, dass das bisherige Finanzierungsmodell nicht am Internet scheitert, sondern daran, dass eben verdammt nochmal selbst in einer Zeit, in der alle an der Herstellung und Verteilung der Kunst Beteiligten sehr, sehr reich wurden, der Künstler selber nur in seltenen Fällen davon leben konnte, so dass nun, in weniger fetteren Jahren, die Künstler eben tun, was sie ja sowieso am besten tun sollen: hungern.

wdr2.de: Wilfried Schmickler: Was ist eigentlich ein Shitstorm?

Der von mir sonst so geschätzte Herr Schmickler wirft da so einiges durcheinander und zeigt eigentlich leider nur, dass er wenig Ahnung von diesen Dingen hat. Urheberrecht, Würmer und Viren, Shitstorm und zum Schluss noch der Lynchmob von Emden, alles zusammenhanglose wird in einen Topf geschmissen und umgerührt. Diese kabarettistische Montagsfrage ist dadurch leider weniger gelungen; es sei denn, Herr Schmickler wollte durch sein Durcheinander einen Shitstorm auslösen. Zugegeben: das wäre dann natürlich schlau gewesen. Dennoch waren die anderen letzten hundertdrölfzig Montagsfragen gelungener.

fastvoice.net: Wolfgang Messer: Eine kurze Geschichte vom Kopieren und Kapieren

Schon 1926 … wurde in den USA das erste Patent für eine ‘PCM-Verschlüsselung’ erteilt. Die ‘Puls-Code-Modulation’ erlaubte das digitale Kodieren eines analogen Signals, das anschließend ohne Qualitätsverlust kopiert werden konnte.

Schöne zeitliche Aufstellung, wie im Laufe der Zeit kopiert werden konnte und auch wurde.

heise.de/tp: Markus Kompa: Fadenscheiniger Leitfaden

Auf der Website u.a. des Bundesverbands Musikindustrie e.V. wird eine PDF-Version eines suggestiven “Leitfadens für Eltern und Lehrer” zum Download angeboten, der Halbwahrheiten über das Urheberrecht propagiert. Das ominöse Pamphlet, das Schüler zu botmäßigem Umgang mit Urheberrechten im Internet disziplinieren soll, verkörpert stellenweise Realsatire, so dass man fast den Eindruck gewinnen könnte, es handele sich um ein von Hackern untergeschobenes Kuckucksei.

Ich bin ja mal gespannt, ob und wenn ja wann dieser Flyer in den Schulen die Runde macht.

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Links – 29.03.2012

29. März 2012 Keine Kommentare

netzpolitik.org: Andreas Müller: Linux-Umstieg in München zahlt sich aus

“Die Kosten für die IT wurde damit trotz Neuanschaffung einiger Tausend Rechner um fast ein Viertel gesenkt.”

Einen Teil der hier laufenden Rechner könnte ich auch direkt von allen möglichen Windows-Versionen auf Linux umziehen, sofern ein vernünftiges Wyse60-Terminal zur Verfügung stünde (wy60 und Gnome-Terminal waren zumindest vor zwei Jahren noch eine Frickellösung. Auf dem Server läuft seit Jahren ein Uralt-Debian-Sarge problemlos und wartungsfrei vor sich her…

odem.blog: Alvar Freude: Polizei will Daten von “Anonym” und “Lol”

Süß, wie er der Verfasserin des Briefes erklärt, wie eine URL aussieht und wie Copy & Paste funktioniert.

drehbuchautoren.de: Offener Brief von 51 Tatort-Autoren

Vor allen Dingen sollten die Netzpolitiker aller Parteien die Finger von den Schutzfristen lassen, und bitte nicht jede Missbrauchskontrolle bei Providern und Usern gleich als den definitiven Untergang des Abendlandes anprangern: Bei der Suche nach Schwarzfahrern und Steuerhinterziehern zum Beispiel, müssen sich die Bürger auch einige Einschränkungen ihrer Rechte gefallen lassen.

Bei der Urheberrechtsdiskussion treten Gruppen ans Tageslicht, die man vorher gar nicht kannte. Und interessant, dass sich ausgerechnet die Tatort-Drehbuchautoren zu Wort melden. Prompt verstanden habe ich es nicht, was dort – mit merkwürdig eingestreuter Silbentrennung – zu lesen ist. Die Argumentation im obigen Zitat ist jedenfalls etwas merkwürdig, und der Vergleich mit den Steuerhinterziehern und erst recht den Schwarzfahrern auch an den Haaren herbeigezogen. Na ja…

internet-law.de: Thomas Stadler: Wie das Handelsblatt mit Autoren umgeht

Denn gerade das Schreiben des Handelsblatts illustriert sehr eindrucksvoll, worin das Hauptproblem der Autoren und Journalisten besteht. Es ist nicht das Internet, sondern es sind die Verlage, die nicht angemessen bezahlen.

Herr Stadler nimmt auch Bezug auf den offenen Brief der Tatort-Drehbuchautoren.

zeit.de: Vasily Fedosenko/Reuters: Weißrussische Geschwindigkeitskontrolle mit einem Papp-Polizisten (Bild)

Ich glaube, ich muss mal meine “Kegelbrüder” fotografieren und als Poster an die Straße stellen.

facebook.com: Jean Michael Jarre: Largest convert ever

JMJ (bzw. seine PR-Mitarbeiter) verweisen auf eine Wikipedia-Seite, die die (angeblich) 16 meistbesuchten Konzerte auflistet. Ich melde da mal leise Zweifel an, dass die Besucherzahlen stimmen. Zumindest bezweifle ich, dass bei Oxygen in Moscow 3.5 Mio Besucher waren. Auch die Besucherzahlen der sechs Mal gelisteten Love Parade erscheinen mir ein wenig hoch, insbesondere die 1.4 Mio Besucher bei der (Tragödien-)Love Parade in Duisburg 2010.

Links – 23.03.2012

23. März 2012 Keine Kommentare

WDR 2 MonTalk: Daniel Glattauer – Schriftsteller (19.03.2012) Moderation: Christine Westermann (MP3)
Habe mich köstlich unterhalten gefühlt. “Wir haben einen Sohn. Er ist 32. Wir nennen ihn Burli.” Grins.

zeit.de: Carsten Luther: Wie Pressefotos die Wirklichkeit manipulieren (via)
Fotostrecke anschauen und für die kommenden Krawallberichte bei RTL im Hinterkopf behalten.

heise.de: Telepolis: Peter Mühlbauer: Streikbrecher Fahrrad
“Das schöne Wetter und ausgebaute Radwege durchkreuzen die Pläne der Gewerkschaft Verdi”. Vielleicht gelingt es ja, den einen oder anderen auf den Geschmack zu bringen und öfters mal mit dem Rad zu fahren.

Google News: Sven Regener
Dank Sven Regener kommt mal ein bisschen Leben in die Urheberrechtsdebatte. Alle Printmedien und jedes dritte Blog berichtet über Sven Regeners Rant beim BR Zündfunk und alle geben kreuz und quer ihre Kommentare dazu ab. Herrlich zu beobachten. ARD-Brennpunkt zu dem Thema, jetzt!

Links – 22.03.2012

22. März 2012 Keine Kommentare

ndr.de: Zapp: Daniel Bröckerhoff: Urheberrecht – Selbstbedienung der Verlage
Urheber (Journalisten) verlieren, Verlage gewinnen

youtube.de: Google: Tour the Amazon with Street View
Mit Google-Street-View-Technik über den Amazonas

boston.com: The Big Picture: Signs of Spring – 2012
Endlich Frühling!

der-postillon.com: Arbeitsministerin von der Leyen führt “Rente zwölf Jahre vor dem Tod” ein
Beim Postillon sind oft auch die Kommentare lesenwert und setzen dem Ganzen noch die Krone auf. :-)

wdr2.de: Servicezeit: Start in die Fahrradsaison (MP3)
Auch vom WDR gibt’s zusammen mit dem ADFC zum Frühlingsbeginn Tipps zum Radfahren: Wartung, Putzen, Krieg zwischen Auto- und Radfahrer, Helm-Nicht-Pflicht, Kleidung, Fahrradwahl, …